Wie schlecht sind Kunstfasern für die Umwelt?

Mehr als die Hälfte aller Textilfasern auf dem Weltmarkt sind aus synthetischen Chemiefasern. Also aus Kunststoffen wir Polyester, Polyamid oder Polyacryl. Die Ellen Macarthur Foundation berichtet, dass im Jahr 2050 ungefähr 300 Millionen Tonnen Öl nötig werden, um diese zu produzieren.

Erheblicher C02 Verbrauch

Die Textilindustrie hat einen massiven Anteil an fossilen Rohstoffen und wächst so zu einem der größten Klimaschädlinge weltweit. Daten besagen, dass im Jahr 2015 ungefähr 1,2 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente produziert worden sind. Das sind in Summe mehr Treibhausgase als internationale Flüge und Schifffahrten zusammen. Hier gilt: Tendenz steigend.

Zu hohe CO2-Äquivalente

Laut Forschern vom Massachusetts Institute of Technology, entsteht bei der Produktion eines T-Shirts aus Polyester 5,5 Kg CO2-Äquivalente. Für die Produktion eines T-Shirts aus Baumwolle sind es „nur“ 2,1 Kg. Das Problem bei Wolle ist jedoch, dass aufgrund der Methan-Emissionen der Schafe und der Emissionen des Düngers die CO2-Emissionen doppelt so hoch sind wie die bei Kunstfasern. Hinzu kommt, dass Länder wie China oder Indien, in denen ein sehr hoher Anteil aller Textilien produziert wird, Ihre Fabriken und Werke hauptsächlich mit Kohleenergie betreiben.

Mikroplastik im Meer

Baumwolle und pflanzliche Fasern gelangen im Nachhinein zum Glück nicht in die Umwelt und tragen dort zur Verschmutzung bei. Anders als Kunststofffasern: 35 Prozent des Mikroplastiks in den Weltmeeren stammt von synthetischen Textilfasern, das zeigt eine Studie der International Union of Conservation of Nature. Mit insgesamt 35% sind synthetische Textilfasern leider die Hauptquelle des Mikroplastiks im Meer. Zum Vergleich: Entstandenes Mikroplastik durch Kosmetik verursacht lediglich zwei Prozent des gesamten Mikroplastik.

Wie gelangt das Mikroplastik durch Textilien ins Meer?

Sowohl beim Tragen als auch beim Waschen der Kleidung, lösen sich Mikrofasern aus den Stoffen. In vielen Ländern ist die Abwasseraufbereitung so unzureichend, dass die Fasern direkt von der Waschmaschine mit dem verschmutzten Wasser in Flüssen und ins Meer fließt. Dort fungieren Sie auch als Träger von Giftstoffen und Bakterien, die sich schnell verbreiten können.

Was können wir dagegen tun?

Generell helfen Siegel und Zertifikate für fairen Handel dabei, dass man einen transparenteren Überblick über Materialien, Produktion und Herkunft der Textilien erhält. Sie sind in der Regel ein klarer Indiz dafür, dass weniger Chemikalien im Herstellungsprozess der Kleidung verwendet wird. Aber es gilt Obacht: Im Siegel-Dschungel findet man sich heutzutage oft nicht zurecht. Hinzu kommt, dass viele Zertifikate und Siegel leicht zu bekommen sind. Achtet also immer darauf, welche Siegel das Unternehmen eurer Wahl innehat und was diese eigentlich bedeuten.

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