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Tierleder war gestern – wir stellen die besten nachhaltigen und veganen Lederalternativen vor!

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Veganes Leder vs. Tierleder

Bereits seit einigen Jahren ist eine lebhafte Debatte in der Modewelt im Gang. Es geht dabei um die Verwendung von tierischen (z.B. Leder und Pelz) und natürlichen, veganen lederähnlichen Materialien.

Diese Debatte um das bessere Ledermaterial wirft komplexe Fragen auf und ist nicht leicht zu lösen, doch die stark wachsende Nachfrage nach pflanzlichen, bzw. natürlichen Lederalternativen kann als Statement für die gesellschaftliche Sehnsucht nach umweltschonendem Leder, das frei von Tierleid ist, gedeutet werden.

Viele innovative Unternehmen bringen neue Arten von lederähnlichem Material auf den Markt. Blätter, Pilze, Kakteen und weitere Naturmaterialien wurden zu Lederalternativen entwickelt, um eine nachhaltigere Zukunft für die Modebranche zu schaffen. Es mag schwer zu glauben sein, dass Blätter oder Pilze das Zeug haben, doch wer den Schritt zur Lederalternative wagt, wird nicht enttäuscht werden.

Einen Blogbeitrag über die unschlagbaren Eigenschaften von Blattleder haben wir bereits hier veröffentlicht. Im Folgenden stellen wir Dir sechs weitere vegane Rohstoffe vor, die der Tierlederindustrie heutzutage ordentlich „ans Leder gehen“.

1. Pilzleder

Es mag ein wenig verrückt klingen, dass etwas so Robustes aus etwas hergestellt werden kann, das wir normalerweise zum Abendessen zerkleinern, doch Leder auf Pilzbasis wird aus einer nicht essbaren Pilzart namens Phellinus ellipsoideus gewonnen. Sobald der Pilz gepflückt ist, kann er genauso wie tierisches Leder verwendet und behandelt werden.

Somit ist Pilzleder ist nicht nur unglaublich nachhaltig, sondern auch wasserabweisend, ungiftig und haltbar genug, um Modeartikel herzustellen, die traditionell aus Leder gefertigt werden.

2. Ananasleder

In Sachen Ananasleder ist die wohl bekannteste Lederalternative das aus Ananasblättern hergestellte Leder von Piñatex®. Die Entdeckerin von Piñatex (Dr. Carmen Hijosa) kam auf die Idee, als sie auf den Philippinen arbeitete und mit den enormen Umweltauswirkungen der Lederindustrie konfrontiert wurde. Sie fand heraus, dass es einen Weg gibt, Luxusmaterialien herzustellen, ohne den Planeten weiter zu schädigen.

Piñatex®-Leder wird aus Rohstoffen hergestellt, die als Nebenprodukt bei der Ananasernte anfallen, auch bekannt als Lebensmittelabfälle, die oft weggeworfen oder verbrannt werden. Somit schlägt dieses Ananasleder ähnlich wie MusKin zwei (metaphorische) Fliegen mit einer Klappe.

3. Apfelleder

Hättest Du geahnt, dass Äpfel nicht nur viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten, sondern auch eine großartige Möglichkeit für die Produktion eines veganen Ledermaterials darstellen? Wie das genau funktioniert, das erklären wir Dir jetzt:

Bei der Herstellung von Apfelsaft fallen besonders große Mengen an festen Rückständen an – sogenannter Trester. Eine in Bozen ansässige Firma stellt mit diesem Trester eine vegane Lederalternative her. Die Apfelreste werden getrocknet, zu einem Pulver zerrieben und danach zusammen mit einem Bindemittel auf ein dichtes Gewebe aufgetragen. Das so entstehende Textil wird zu guter Letzt noch geprägt, damit der Lederlook entsteht.

Genial, oder?

4. Kaktusleder

Die Erfinder von Kaktusleder wurden sich der großen Belastungen für die Umwelt bewusst und entschieden, dass es Zeit für eine Veränderung war. Das in Mexiko weit verbreiteten Nopal-Kaktus (Feigenkaktus) eignet sich ideal zur Herstellung eines Lederimitats. Das Kaktus-Leder kommt ohne Kunststoffe aus und ähnelt Leder optisch sehr. Zudem weist es auch ähnliche Eigenschaften auf: Kaktus-Leder ist strapazierfähig, flexibel und atmungsaktiv. Dank diesen Eigenschaften ist es vielseitig einsetzbar und könnte Leder dereinst nicht nur in der Mode-, sondern auch in der Möbel- und Autoindustrie ersetzen.

5. Kork

Kork bringt die Vorteile eines samtweichen, wasserabweisenden und antiallergischen Materials mit sich. Für die Herstellung des lederähnlichen Materials wird die Rinde der sogenannten Korkeiche, welche überwiegend in Portugal zu finden ist, verwendet. Besonders schön ist, dass für die Gewinnung von Kork keine Bäume gefällt werden müssen, denn die Rinde wächst immer wieder nach.

Schätzungsweise fünfzehnmal kann eine Korkeiche im Laufe ihres Lebens „geschält“ werden. Je nach Herstellung wird die gewonnene Korkschicht am Ende mit Baumwolle, Polyester oder Polyurethan (PU) verstärkt. Letzteres ist immer noch umweltverträglicher als das für gängige Leder-Imitate verwendete PVC.

Außerdem bietet die Verwendung von Kork einen weiteren, ganz wichtigen Vorteil: Die hohe Nachfrage danach führt dazu, dass die Korkeichenwälder geschützt und somit erhalten werden.

6. Papier

Ja, Du hast richtig gelesen! Sogar aus Papier lässt sich ein toller Leder-Look herstellen. Das Papier-Leder-Material nennt sich zum Beispiel Tyvek und Waschpapier. Das Waschpapier dürfte vor allem Bastel-Begeisterten ein gängiger Begriff sein.

Waschpapier besteht lediglich aus Zellulose und Latex und sieht bei der Bestellung aus wie Karton. Erst wenn man es wäscht – daher auch der Name – und knautscht, erhält es den lederartigen Look.

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